Lieber Wellblechpiste als Schreibtisch!!
Camargue
                 

Heimreise

Wir verlassen Cáceres Richtung Norden. Zu Hause warten unaufschiebbar einige Aufgaben auf uns - unter anderem auch die Vorbereitung unserer nächsten Reise!! Ohne unsere Tagesetappen übermäßig auszudehnen und ohne weiteres Besuchsprogramm rollen wir in den nächsten 10 Tagen Richtung Heimat. In Toledo machen wir noch einmal Halt, denn von allen spanischen Städten hat diese uns am Besten gefallen: Während wir uns normalerweise durch extrem häßliche, um die historischen Zentren sich legende Gürtel aus Hochhäusern und Industrieanlagen kämpfen mußten, um zu den Sehenswürdigkeiten vorzustoßen, liegt das alte Toledo auf einem Hügel und grüßt mit seiner mittelalterlichen Silhouette weit ins Land hinaus. Hier übernachten wir ein letztes Mal auf einem Campingplatz, was wir übrigens immer nur in der Nähe von Städten getan haben. Von nun an werden wir uns wieder abends irgendwo in die Pampa schlagen: Wildcampen - was übrigens in allen besuchten Ländern (außerhalb der Reisesaison) ganz vorzüglich funktioniert hat. Nicht nur, dass unsere Spontan-Übernachtungsplätze ausnahmslos schöner waren als alle Camper-Ghettos, die wir kennengelernt haben. So ganz nebenbei wird auch noch die Reisekasse recht hübsch entlastet, denn kaum ein Campingplatz ist mit weniger als €20/Nacht für unseren Tross (2 Personen, 1 Wohnmobil) zufrieden!

 

Toledo/Spanien zum zweiten!
Hinter Toledo Nähe Vilalba Baja/Spanien. Manchmal ist die Zufahrt zu einem Nachtplatz verdammt eng,....
...., eine Mühe, die fast immer belohnt wird! Nachtplatz bei Vilalba Baja/Spanien
Die Fahrtage verlaufen ohne große Ereignisse. Abends taucht zu unserer Linken ein Stausee auf. Wir rumpeln zum Ufer des Embalse (=Stausee) de Mequinenza hinunter und finden auf Anhieb einen wunderschönen Nachtplatz. Wir kommen mit einem einsamen Angler ins Gespräch. Für uns ein vollkommen unbeschriebenes Blatt, dieser Stausee, aber er ist, wie wir erfahren, DAS Mekka aller Wels- und Zander-Angler in Europa! Welse mit 2,40m Länge seien durchaus keine Seltenheit, wird uns glaubhaft versichert! Das Anlanden eines solchen Kawenzmanns erleben wir leider nicht, aber der abendliche 9 Kilo-Karpfen ist für uns beeindruckend genug! Der nächste Abend sieht uns in 2000m Höhe auf einer Alm in den Hochpyrenäen - bei Temperaturen, die schlappe 20 Grad unter denen des gestrigen Karpfenabends liegen! Noch einmal 24 Stunden später verbringen wir einen fröhlichen Abend mit unseren Freunde Angelika & Hans in Portiragnes am Canal du Midi, den die beiden mit einem Hausboot unsicher gemacht haben.
Embalse de Mequinenza/Spanien Nähe Lles/Spanien/Hochpyrenäen Portiragnes/Canal du Midi/Frankreich

Die Camargue liegt vor der Haustür, und so gönnen wir uns einen letzten "Ausflug" dieser Reise. Es ist schön hier, trotz des Nebeneinanders von Landwirtschaft und Naturräumen. Insbesondere die vielen Famingos überraschen uns! Direkt neben den Viechern übernachten wir, und mit ihrem Geschnatter halten sie uns lange wach!

Aber jetzt, 'rauf auf die Autobahn, Autopilot ein, Kompasskurs 12 Grad!

Camargue/Frankreich Camargue Camargue
Camargue Irgendwo in der Schweiz Wieder zu Hause!!

So, liebe Freunde, das war es vorerst! Wir hoffen, es hat Euch Spaß gemacht, mit uns zu kommen! Sollte das so sein, dann seid Ihr herzlich eingeladen, auch in Zukunft wieder mit uns zu fahren und dazu verweisen wir schon heute auf unsere kommende Herbstkollektion! Bis dahin alles Gute, einen schönen Sommer und immer eine Handbreit Luft unter dem Diff!

Viele Grüße, Bettina & Rolf