Lieber Wellblechpiste als Schreibtisch!!
Fitz Roy-Massiv
                   

Von Puerto Deseado nach Feuerland

Wir machen uns wieder auf den Weg nach Westen, der uns über Tres Cerros zu den versteinerten Wäldern des "Monumento Natural Bosques Petrificados" in einer sehr bizarren Landschaft bringt. Die zu Stein gewordenen gigantischen Bäume haben eine Länge bis zu 35 m und einen Durchmesser bis zu 150 cm. Wir sind höchst beeindruckt, denn obwohl wir schon viele versteinerte Wälder, z. B. in Algerien oder auch in Namibia gesehen haben, waren die Bäume dort im Vergleich nur Zahnstocher! 140 Mio Jahre sind sie alt, als Asche von Vulkanausbrüchen in den noch jungen Anden die Bäume bedeckte. Es ist faszinierend, besonders, wenn man bedenkt, dass die Fossilien von Meerestieren, die hier neben den Bäumen zu finden sind, nur "läppische" 40 Mio Jahre alt sind. Die Bäume waren also bereits lange versteinert, als hier ein Meer entstand und wieder verschwand! Bettina verzichtet mittelleichten Herzens auf ein Souvenir - zu Hause, in der heimischen Sammlung befindet sich schon aus anderen Ecken dieser Welt einiges an versteinertem Holz.

Am nächsten Tag steuern  wir die Ruta 12 ca. 60 km weiter westlich an, um auf ihr anschließend weiter nach Süden zu fahren. An einer unbeschilderten Pistengabelung gilt es, eine Entscheidung zu fällen: links oder rechts? Um es kurz zu machen: Der Fahrer überzeugt sich und seine Beifahrerin von seinem exzellenten Orientierungssinn, also rechts, anschließend benötigen wir für die 60 km schlappe 6 Stunden, davon die letzten 10 km mit Spitzengeschwindigkeiten von satten 4 km/h! Bettina ist so genervt, dass sie immer wieder aussteigt und dem Wagen langsam aber sicher davonläuft - Sieg des Menschen über die Technik! Denn die überwucherte Piste, teilweise kaum noch als solche zu erkennen, weil sie seit Jahren nicht mehr befahren wird, ist fürchterlich. Der Untergrund ist felsig, und durch den heftigen Wind machen sich Staub und Dreck und zusätzlich Frust in unserer Kabine breit. Wir kommen zu verlassenen Estanzias mit verwilderten Tieren, insbesondere Pferden, und durchqueren eine wilde und exotische Landschaft, die wir aber kaum genießen können. Das Land ist knochentrocken und menschenleer, und das von Saharareisen bekannte Ziehen in der Magengegend stellt sich ein: bloß keine Panne!! Natürlich hätten wir umkehren können, aber wer kennt das nicht: "Es sind doch nur noch ein paar Kilometer, in einer Stunde haben wir es geschafft!" - und irgendwann ist es zum Umkehren zu spät, sprich, es ist ungefährlicher, durchzuhalten. Als wir uns langsam endlich wieder bewirtschafteten Estanzias nähern, stoßen wir auf den ersten Zaun, das Gatter mit Kette und Vorhängeschloß gesichert! Kein Mensch weit und breit, denn die Estanzias hier draußen sind riesig! Die Zurückhaltung gebietet es, für uns zu behalten, wie wir dieses und noch zwei weitere, ebenfalls gesicherte Gatter geöffnet haben! Als wir am Abend endlich die Ruta 12 erreichen, sind wir vollkommen erledigt. Zusätzlich hat der Wind ständig zugelegt und sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Sandsturm entwickelt. Die Sicht beträgt vielleicht noch 100 m. Wir haben Mühe, einen einigermaßen windgeschützten Platz für die Nacht zu finden und bekommen kaum ein Auge zu, weil es den Wagen so heftig schüttelt. Was für ein Tag!!

Am nächsten Morgen - der Wind hat nachgelassen, und die Sonne scheint - führt uns die Ruta 12 ca. 250 km nach Süden durch eine sehr schöne Landschaft mit kahlen, aber farbigen Bergen. Den kleinen Ort Gobernador Gregores nutzen wir zum Einkaufen und Übernachten. Diese grüne Oase am Río Chico ist eine richtige Wohltat für unsere Augen! Dann geht es auf einer teilweise üblen Wellblechpiste nach Südwesten bis Tres Lagos, ein kleiner, trostloser Ort, in dem wir jedoch in einem unscheinbaren, fast schon getarnten Café unseren geliebten Café con leche trinken wollen. Die Wirtin stellt löslichen Kaffee, Kaffeeweißer und heißes Wasser vor uns auf den Tisch, ist aber total nett, fällt aus allen Wolken, als wir ihr erzählen, dass wir aus Alemania kommen und verabschiedet uns mit Küsschen und guten Wünschen (“suerte“).

Ab hier beginnt nun endlich wieder Asphalt (aaah, welche Wonne für Mensch und Maschine!), der uns zum Lago Viedma und dann weitere 90 km entlang dessen Nordufers nach El Chaltén unterhalb des Fitz Roy-Massivs bringt. Hier beginnt der Parque Nacional Los Glaciares, der zweitgrößte Nationalpark Argentiniens, der sich bis zum Gletscher Perito Moreno weiter südlich erstreckt. Während der Fahrt am See entlang sehen wir die spitzen Zacken des 3.405 m hohen Fitz Roy immer näher kommen und den Viedma-Gletscher  in den See fließen. Das Gebiet um den Fitz Roy ist ein Traumziel für Bergsteiger. Es gibt aber in dieser wunderschönen Landschaft auch ausgedehnte Wanderwege, auf die wir in den 6 Tagen, die wir hier bei schönem Wetter verbringen, den einen oder anderen Fuß setzen - soll ja auch gesund sein…! Das kleine Dorf El Chaltén direkt unterhalb des Fitz Roy ist lediglich eine Ansammlung von Unterkünften, Geschäften und Restaurants im hier üblichen Wellblechstil, aber nach einigen Tagen entwickelt es auch für uns einen gewissen Charme! Hier gibt es auch ein fröhliches Wiedersehen mit Traute und Rolf, denen wir seit Punta Tombo immer mal wieder begegnen - kleines Riesen-Argentinien!

Nach fast einer Woche geht es wieder zurück auf die Ruta 40, die, spätestens seit Che Guevarras Motorrad-Tagebüchern, zur Abenteuerpiste hochstilisierte, zunehmend asphaltierte, einige Tausend Kilometer lange Nord-Süd-Achse längs der argentinischen Voranden. Piste - ja. Abenteuer - ja!  Weil sie so gut ausgebaut ist, dass selbst für uns 80 km/h kein Problem sind. Für unerfahrene Pisten-Gauchos im Miet-4x4 eine echte Gefahr! Noch lange begleitet uns das wunderschöne Panorama des Fitz Roy-Massivs im Rückspiegel. Ca. 100 km weiter südlich erreichen wir den Lago Argentino mit seinem milchig-türkisfarbenen Gletscherwasser. Mit einer Fläche von 1.600 qkm ist er der größte See Argentiniens und der drittgrößte Südamerikas. Am Südufer des Sees folgen wir der Straße über El Calafate bis zu ihrem Endpunkt oberhalb des Gletschers Perito Moreno, ein Ausläufer des Südlichen Inlandeises. Das ist - mit Ausnahme der Polregionen - mit 22.000 qkm die größte zusammenhängende Eismasse der Erde! Der Perito Moreno, dessen 30 km lange Gletscherzunge sich 60 m hoch und 5 km breit in den Lago Argentino schiebt, ist ein optischer Hammer und insofern eine Besonderheit, dass er weltweit einer der wenigen noch wachsenden Gletscher ist. Am Ende der Gletscherzunge taut das Eis je nach Witterung mal schneller, mal langsamer ab, es bilden sich Risse und dann stürzen mächtige Eisblöcke mit Getöse in den See - ein fantastisch-gruseliges Hör- und Schauspiel. 3 Tage bleiben wir hier, schlagen auf dem Parkplatz oberhalb des Gletschers unser Camp auf, schauen aus unserem rollenden Wohnzimmer direkt auf die Eismassen und sind verblüfft, wie die riesige Abbruchkante stündlich ihre Gestalt ändert!

Uns zieht es mal wieder in die Zivilisation, nach El Calafate, ein kleiner touristischer Ort am Lage Argentino, durch den wir bei der Herfahrt schon einmal gekommen sind. Wir gehen bummeln, ins Internet-Café, zum Friseur (Rolf darf sich wieder unter zivilisierte Menschen wagen!), zum Asado-(Grill-)Essen und kurieren eine Erkältung aus. Und es gibt Luxus pur: die Sanitärraume auf dem Campingplatz sind beheizt! An einem Abend fühlen wir uns in die Südheide (oder zu sonst einem beliebten deutschen Ferienziel) zurückgebeamt, als eine Kolonne deutscher Yoghurtbecher-Wohnmobile einfällt - eine geführte Tour, deren Teilnehmer ihre Wunden lecken: "….diese fürchterlichen Pisten, unser Auto….!" Was man denen wohl vor der Reise über südamerikanische Strassen erzählt hat…!?

Es zieht uns - welche Überraschung! - schon wieder weiter nach Süden. Am Grenzübergang Cancha Carrera verlassen wir Argentinien und reisen  in Cerro Castillo ohne Probleme nach Chile ein. Wir wollen in den Parque Nacional Torres del Paine, das chilenische Reise-Highlight und folgen der Piste nach Norden, vorbei am Lago Toro und Lago Sarmiento. Der Park umfasst ein Gebiet von 242.000 Hektar in den südchilenischen Anden mit einer grandiosen Gebirgslandschaft. Die mit 1000 m hohen senkrechten Felswänden steil aufragenden Berge türmen sich mit granitenen Nadelspitzen bis 3.050 m empor. Zahlreiche blaugrüne Gletscherseen gibt es im Park, auf denen auch im Sommer weißblaue Eisblöcke treiben. Auf unseren Wanderungen sehen wir Kondore, Nandus, Spechte, Guanakos und Füchse. Die Pflanzenwelt ist artenreich, und jetzt im Frühsommer grünt und blüht alles. Und wir sind auch mal richtig faul und sitzen einfach nur in der Sonne und dezimieren unsere Bordbibliothek ungelesener Bücher. Es gibt außerdem ein fröhliches Wiedersehen mit Marion und Bernd und Traute und Rolf. 6 Tage bleiben wir hier bei durchweg gutem Wetter, bevor es in südlicher (irgendwann muss aber Schluss damit sein!) Richtung weitergeht. Fazit nach Fitz Roy und den Torres del Paine: diese Gebirgslandschaften sind nur noch mit dem Himalaja (den wir nicht aus eigenem Erleben kennen) zu toppen!

Nach 150 km erreichen wir Puerto Natales, wo wir wie in Afrika auf einem Hinterhof-Campingplatz mitten in der Stadt Quartier beziehen. Puerto Natales ist eine kleine Hafenstadt am Ufer des Fjords Ultima Esperanza, vorherrschendes Baumaterial: Wellblech. Wenn morgen die Stadt aufgegeben würde, hätte sich die Natur in 50 Jahren alles wieder zurückgeholt. Schon bei der Einfahrt sehen wir auf der alten Hafenmole Kormorane sitzen und Schwarzhalsschwäne im eiskalten Wasser paddeln. Der Name des Fjords "Letzte Hoffnung" geht auf die Spanier Juan Ladrilleros und Sarmiento de Gamboa zurück, die hier im 16. Jh. im Insel- und Kanalgewirr verzweifelt den Ausgang der Magellanstraße zum Pazifik gesucht haben. Am anderen Ufer erhebt sich die schneebedeckte Sarmiento-Kordillere. Die Stadt gefällt uns. Sie ist klein und übersichtlich und lädt zum Bummeln ein. Wir bleiben 3 Tage, gehen Essen, kaufen Lebensmittel und eine Reiseküchenwaage (einfacher zum Brot- und Kuchenbacken). Und der Technik-Freak und seine weibliche Begleitung besuchen die 5 km entfernt gelegenen Ruinen einer alten Industrieanlage, in der bereits seit Ende des 19. Jh. Lamm- und Schaffleisch tiefgefroren wurde, um neben der Wolle und dem Fett anschließend nach Europa und in die USA verschifft zu werden. Die Kühlanlagen und Lagerkapazitäten reichten für 250.000 Schafe - schon das 19. Jahrhundert war bei  der Lebensmittelerzeugung keineswegs immer so "unschuldig", sprich kleinindustriell oder gar bäuerlich, wie man gemeinhin glaubt!

Dann geht es weiter nach Süden (ach!) über Villa Tehuelches nach Punta Arenas durch eine üppig grüne Landschaft mit vielen Rinderherden, die von filmreifen Gauchos auf ihre Weideplätze gebracht werden. Hier sehen wir nach langer Zeit, die letzten davor in der argentinischen Provinz Buenos Aires, auch einmal wieder Estanzias, die einen wohlhabenden Eindruck machen. Punta Arenas, direkt an der Magellanstraße und Feuerland (der Stoff, aus dem die Abenteuerromane unserer Jugend gemacht waren!) gegenüber gelegen, ist die südlichste Kontinentalstadt der Welt und soll die schönste Stadt Patagoniens sein. Naja ....! Tatsächlich hat sie eine schöne Plaza de Armas, in deren Mitte ein geschmackvoller bronzener Magellan über 2 Indianern und einer Meerjungfrau mit 2 Schwänzen thront. Die beiden Schwänze der Meerjungfrau stehen für den Atlantischen und Pazifischen Ozean, die durch die Magellanstraße verbunden sind. Wofür die (in Patagonien erfolgreich hinweggemeuchelten) Indianer wohl stehen? Es gibt sehenswerte alte Gebäude, wie die Kathedrale, das ehemalige Stadtpalais von Sara Braun sowie das ehemalige Stadthaus der Familien Braun/Menéndez, die ehemals reichsten Familien der Stadt, die es mit Viehzucht zu riesigen Vermögen gebracht haben. Auch auf dem Friedhof  lässt sich der einstige Reichtum angesichts der aufwändigen Mausoleen erahnen, aber auch das Völkergemisch der ersten Pioniere, die aus allen Ländern rund um den Globus nach Punta Arenas kamen, um hier ihr Glück zu machen. Wir werden auf der Strasse angesprochen (unser Wagen ist wie Kind oder Hund - immer gut für ein Spontanschwätzchen) und wissen nach wenigen Minuten alles über die kroatischen Wurzeln unseres Gegenübers! Nach dem hektischen ersten Tag in der Stadt gefällt uns diese am ruhigen ersten Weihnachtstag schon besser, und wir genießen im Café del Mirador oberhalb der Stadt Kaffee und Kuchen. Die Tage um Heiligabend verbringen wir ca. 50 km südlich von Punta Arenas  in Puerto del Hambre (Hungerhafen), direkt am Ufer der Magellanstraße mit Blick auf Feuerland, nur wenige Kilometer nördlich des südlichsten Festlandpunktes Südamerikas. Der Name entstand, nachdem hier im 16. Jh. 300 Spanier eine Kolonie gründeten und anschließend bis auf einen alle verhungerten – nun, da haben wir für uns besser vorgesorgt! Ein Gedenkstein, neben kleinen Mauerresten, erinnert, dass "hier einst Spanien war". Auch die Chilenen gehen scheinbar entspannt mit ihrer Kolonialvergangenheit um. Pünktlich zum Heiligabend treffen Marion und Bernd zum gemütlichen Glühweintrinken ein. Die Chilenen hingegen feiern ihr Weihnachtsfest erst am 25. Dezember und nicht mit Glühwein im warmen Zimmer, sondern draußen bei sommerlichen Temperaturen von 10 bis 15 Grad beim gemeinsamen Asado (Grillfest) am Strand.

Nach Weihnachten verlassen wir das südamerikanische Festland mit der Fähre von Punta Arenas nach Porvenir auf Feuerland - Tierra del Fuego, welch ein Klang! Wir wissen ja bereits, dass die Welt klein ist, sind aber trotzdem überrascht, als wir auf der Fähre eine junge Dame treffen, deren Elternhaus in Maschen, Bei den Hünengräbern, steht! Porvenir ist die südlichste chilenische Siedlung, der man bei 5000 Einwohnern mit ganz viel Wohlwollen noch den Charakter "städtisch" zuschreiben könnte. Alles muß von sehr weit hergebracht werden und demzufolge ist die Qualität von Obst und Gemüse so schlecht und dabei gleichzeitig sehr teuer, dass wir für die nächsten Tage auf Vitamintabletten ausweichen. Von der Stadt aus wenden wir uns nach Süden und erreichen bald die riesige Bucht Bahía Inútil in der Magellanstraße. Wir folgen der Piste entlang der Bucht, und uns gefällt die grüne, hügelige und baumlose, an Schottland erinnernde Landschaft mit vielen Schafen. Bald haben wir Camerón erreicht, eine winzige Ansiedlung, die um eine alte Estanzia herum entstanden ist. Die Piste von Camerón nach Südosten führt durch altes Goldschürferland, vorbei an alten Maschinen und Goldgräbersiedlungen. Plötzlich und nach so langer Abstinenz für uns geradezu sensationell durchfahren wir dichte Wälder mit unglaublich viel Totholz, hinter denen sich unser Etappenziel Lago Blanco mit Blick auf die schneebedeckte Darwin-Kordillere versteckt. Wir machen einen Abstecher zum Valle de los Castores, dem Tal der Biber, durch das ein kleiner Fluss mäandert. Die nagewütigen Biber haben den Fluss durch ihre kunstvoll angelegten Dämme an vielen Stellen aufgestaut, so dass sumpfige Fläche entstanden. Auch vor dicken Bäumen machen die Nager nicht Halt. Auch wenn eine morbide Atmosphäre über den zerstörten Wäldern liegt - uns gefällt es hier so gut, dass wir bei besserem Wetter wiederkommen wollen. Doch nun zieht es uns nach Ushuaia, und wir überqueren die Grenze nach Argentinien bei Bella Vista. Um zum argentinischen Posten zu kommen, müssen wir erst einmal ein Gatter öffnen und dann den Río Bella Vista durchqueren, da die betonierte Furt sich verabschiedet hat - für unseren Unimog natürlich kein Problem! Nun geht es durch eine trockene und wieder vollkommen baumlose Pampa nach Osten bis zur asphaltierten Ruta 3 und dann nach Süden. In Tolhuin am Lago Fagnano gibt es endlich wieder reichlich Lebensmittel, auch frisches Obst und Gemüse, zu kaufen. Bei schönem Wetter folgen wir der Straße entlang des Lago Fagnano und des Lago Escondido durch eine wunderschöne, bergige und reich bewaldete Landschaft, die schneebedeckten Berge der Darwin-Kordillere vor uns. Wir hören später in Ushuaia auch andere Stimmen, aber uns gefällt Feuerland ausnehmend gut! Und dann erblicken wir die südlichste Stadt der Welt: Ushuaia. Auf einem Campingplatz oberhalb der Stadt, mit traumhaftem Blick über die Stadt und den Beagle-Kanal, lassen wir uns nieder. Die Lage von Ushuaia ist spektakulär - hinter der Stadt die auch im Sommer mit Schnee bedeckten Berge der Cordillera de los Andes und vor ihr, auf der Südseite des Beagle-Kanals, die ebenfalls noch verschneiten Berge der (chilenischen) Isla Navarina. Im Hafen liegen Kreuzfahrtschiffe, die Reisende u. a. in die Antarktis bringen. Hier nun  verbringen wir - fast schon ein Muss für Südamerika-Globetrotter - gemeinsam mit vielen Reisefreunden den Silvesterabend in der gemütlichen Kneipe des Campingplatzes. Im Raum über uns wird getanzt, dass sich die Balken biegen - und zwar nicht nur im übertragenen Sinne! Nachdem die Argentinier gestern auf Sommerzeit umgestellt haben, wird es erst gegen 24:00 h dunkel, und das erleuchtete Ushuaia liegt unter uns. Höchste Zeit, auf ein glückliches neues Jahr 2008 anzustoßen!

 
Nachtplatz - wieder in der Wüste!        

Mehr Bilder gibt es HIER!!

   

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Selbstverständlich haben wir auch auf Euer aller Wohl angestoßen, und so senden wir Euch auf diesem Wege noch einmal die allerbesten Wünsche für 2008!

Wie es jetzt mit unserer Reise weitergeht, ob wir noch weiter nach Süden fahren (höhö!), ist noch ein wenig unklar, aber wir werden Euch bald mehr darüber berichten.

Bis dahin grüßen Euch,

Bettina & Rolf