Oktober - Besuch in Berlin
             

(English Version by Google - Funny English that is ...!!)

2010 zu Hause

Ja, trotz unseres Versprechens in unserem letzten Südamerika-Bericht, ab Herbst 2010 über neue Länder berichten zu können, sind wir immer noch zu Hause! Die Gründe könnt Ihr HIER erfahren!

Wie haben wir ansonsten 2010 erlebt? Ungewöhnlicherweise zerfiel unser Jahr in ca. 4 Quartale:

Das erste Quartal ist stark von den Nacharbeiten unseres langen Südamerika-Aufenthaltes geprägt. Da müssen Haus und Hof wieder auf Vordermann gebracht werden, und auch eine Ärzterunde ist zu drehen. Die Multimedia-Show (= Dia-Schau) vom letzten Reiseabschnitt ist sogar erst im Mai fertig. Der Schock kommt, als wir unseren Wagen ausräumen: unglaublich, was sich an Ausrüstung dort versteckt hält! Wohin mit dem ganzen Kram? Und so schließt sich, um wieder Stauraum zu schaffen, ein Hausentrümpelungsprojekt an, dessen reichhaltige Ernte wir - ohne großen Erfolg - auf zwei Flohmärkten loszuschlagen versuchen. Und - schon jetzt wabern schemenhaft Zukunftsnebel durch den Orbit: Rolf meldet sich bei unserer Dorffahrschule zum Erwerb des LKW-Führerscheins an.

Im zweiten Quartal werfen große Entscheidungen weitere Schatten voraus, ohne dass wir das anfangs erkennen wollen: Noch ist klar, dass wir unseren Unimog im Herbst nach Australien (ja ja, hier lüften wir das Geheimnis der ursprünglich geplanten Reise!) verschiffen würden. Als der Frühling sich endlich zurück meldet, bringen wir unseren Vierbeiner aus dem Winterlager in die Werkstatt, um ihn einer gründlichen Überholung für die nächste Reise zu unterziehen. Reni & Siggi besuchen uns, und wir besuchen Jeanette & Dieter in Berlin, die nach 6 Monaten Australien im Februar wieder heimgekehrt sind. Anfang Mai bekommt Rolf die kleine Plastíkkarte in die Hand gedrückt, die ihm erlaubt, Wohnmobile bis 32 to auf 4 angetriebenen Achsen zu fahren. Ende Mai trifft sich, wie schon seit 14 Jahren, unsere Camping-Truppe zum klassischen Christi Himmelfahrt-Treffen. Wobei festzuhalten ist, dass 5 von 6 Paaren das Zelt inzwischen mit einem Womo eingetauscht haben ....! Im Anschluss fahren Birgitt & Gunter und wir über die Zwischenstationen Spreewald und Dresden weiter zur Off-Road-Messe in Bad Kissingen, wo sich die Weichen schleichend neu stellen ....!

Im dritten Quartal überschlagen sich die Ereignisse: Wir beschließen den Verkauf unseres so liebevoll wieder herausgeputzten Unimogs, und schon Ende August rollt er mit dem neuen Eigentümer Michael vom Hof! Australien vorerst adé! Nach langem Hinundher (MAN oder Mercedes oder MAN oder Mercedes oder .... oder ....) unterschreiben wir bei MAN den Kaufvertrag für ein Allradfahrgestell. Nach einer Ausschreibung unter Deutschlands renommiertesten Wohnkabinenbauern vergeben wir den Auftrag an die Fa. Ormocar. Den Erstbesuch dort westlich von Karlsruhe verbinden wir mit herzlichen Wiedersehensbesuchen bei unseren Südamerika-Reisefreunden Esther & Hanspeter in Zürich und Nicol & Renato im Tessin. Während des ganzen Quartals glüht Rolfs Rechner beim Knechten seines CAD-Systems, denn Entwurf von Wohnkabine, Möbel und Technik und damit auch die zugehörigen Zeichnungen liegen in unserer Verantwortung. Und dann die nächtelangen heimischen Diskussionen über Kochen mit Gas vs. Petroleum vs. Spiritus vs. Diesel vs. Strom vs. ....! Die "Blue Port"-Tage in Hamburg verzaubern uns mit magischen Ausblicken vom Hamburger Wahrzeichen "Michel" auf die in ein unwirkliches Blau gehüllten Gebäude der Innenstadt. Wir leihen uns eine Riesen-Projektionswand, die wir für einen Outdoor-Diaabend im Garten aufstellen. Nicht nur unsere 30 Gäste, sogar wir sind von der Wirkung der groß projizierten Südamerika-Bilder mächtig beeindruckt.

Das vierte Quartal ist leider recht ruhig: das MAN-Fahrgestell wird geliefert, wir bringen es zum Kabinenbauer, aber der benötigt für seinen Part Zeit bis Mitte Februar. Inzwischen läuft Rolf wie ein Löwe im Käfig herum, denkt an die vor ihm liegende Arbeit der Technikinstallation - und kann nur warten, bis endlich im Frühling sein Einsatz kommt! Heinz und Rolf besuchen die Nutzfahrzeug-IAA in Hannover und das Panzer-Museum in Munster. Letzteres können wir uneingeschränkt empfehlen: Nur wenige andere Museen dieser Welt vermitteln Kriegswahnsinn besser als Munster! Zwischendurch wird der Garten winterfest gemacht, unser fast 27 Jahre alter Landcruiser BJ45 kommt wieder ins Winterlager, und wir machen bei einem weiteren Besuch bei Jeanette & Dieter und Heinz erneut Berlin unsicher. Die Krönung dieses Quartals: Rolf muss beim jährlich von Bettinas Mädelsgruppe veranstalteten Weihnachtsliedersingen mitkrächzen.

Und jetzt ist das Jahr fast zu Ende, und uns bleibt nur, allen Freunden und Bekannten geruhsame Weihnachtstage, einen guten Rutsch und nur das Allerbeste für 2011 zu wünschen. Auf dass Eure und unsere Wünsche alle in Erfüllung gehen!

 

Wir bleiben in Kontakt!

Bettina & Rolf

 

Mascheno/Alemania im Dezember 2010

     

Mehr Bilder gibt es HIER!!

 
     

Nachtplätze dieses Streckenabschnitts:

1. Mascheno (Alemania)/Prov. Baja Sajonia, “Hosteria Monumento Megalítico“, N053 22,920’/E010 02,372’ (WGS84); An der K10, ca. 1,2 km südlich des Dorfkerns, nicht ausgeschildert; Gefühlte Sicherheit: sehr hoch; US$ 150,-/Fahrzeug, sehr ruhig, sehr schön, exzellente Sanitäranlagen, ausgezeichnete Küche.